Grenzenloses Erlebnis – Atlantik-Törns zum Mitsegeln

Mythos Atlantik

Für die Seefahrer der Antike endete die Welt an den Säulen des Herkules, dem Tor vom Mittelmeer zum Atlantik.  Die Wikinger wagten sich mit ihren Drachenschiffen auf den Nordatlantik  – bis nach Grönland und Neufundland. Der Atlantik war Schauplatz von Seekriegen und Schiffsdramen wie dem Untergang der „Titanic“.  Seit dem ersten Transatlantik-Race 1866 entdeckten Yachtsegler den „Großen Teich“, aber noch im 20. Jahrhundert zählten Atlantiküberquerungen mit einer kleinen Yacht zu den Pionierleistungen im Segelsport. Für heutige Fahrtensegler ist eine Atlantiküberquerung immer noch Traum und Herausforderung zugleich.

Segeltörn auf dem Atlantik – die große Freiheit

Der Atlantik ist nach dem Pazifik das zweitgrößte Weltmeer. Mit seinen rund 106 Millionen Quadratkilometern macht er rund ein Fünftel der Erdoberfläche aus.  Seine größte Tiefe beträgt rund 9.200 Meter. Auf einer Atlantiküberquerung  beispielsweise von Gibraltar über die Kanarischen Inseln zur Karibik legt eine Segelyacht rund 3.250 Seemeilen (rund 6.000 Kilometer) zurück.
Im Kielwasser des Kolumbus die große Freiheit erleben – heute auch für den normalen Fahrtensegler und sogar für relative Segelanfänger nicht unmöglich.  Für die seglerische Atlantik-Premiere bieten sich zwei Möglichkeiten an:  Auf eigenem Kiel, aber in „Gesellschaft“ segeln, zum Beispiel im Rahmen der Atlantic Rally for Cruisers ARC, die seit 1986 alljährlich im Herbst von Gran Canaria aus in die Karibik startet. Das Ziel ist die Insel St. Lucia. Die rund 200 teilnehmenden Yachten legen die Distanz von rund 2.700 Seemeilen in zwei bis drei Wochen zurück.  Eine andere  Möglichkeit: Mitsegeln auf einer  Yacht, die von einem atlantik-erfahrenen Skipper geführt wird.
Es muss aber nicht gleich eine ganze Überquerung sein, wenn man sich den Herausforderungen des Atlantiks stellen will. Schon die Route von der Nordsee durch den Englischen Kanal nach Südengland und dann die Biscaya an der spanischen und portugiesischen Atlantikküste entlang bis Lissabon oder bis zum Mittelmeer (rund 1.600 Seemeilen, 2.900 km) bietet Hochsee-Segeln pur.

Segeltörn auf dem Atlantik – Wind und Wetter

Bereits zu Kolumbus’ Zeit nutzten die Seefahrer das „Karussell“ der atlantischen Strömungen und Winde. Im Nordatlantik drehen sie sich im Uhrzeigersinn. So segelt man von Europa über Madeira und die Kanarischen Inseln mit dem Nordostpassat in die Karibik, dabei „schiebt“ zusätzlich der  Nordäquatrorialstrom. Auf der Reise von Nordamerika nach Europa nutzen Segler die im Nordantik vorherrschenden  westlichen Winde, dabei helfen der Golfstrom und die Nordatlantische Strömung.
Die beste Zeit für eine Atlantiküberquerung von Ost nach West mit dem Passat sind die Monate November bis Januar.  Ein Atlantik-Segeltörn von Nordamerika nach Europa auf den mittleren und nördlichen Breiten ist nur in den Sommermonaten zu empfehlen.
An den Küsten des Atlantiks sind die Gezeiten ein ganz wichtiger Faktor bei der Segeltörnplanung. Sie führen zu teilweise extremen Tidenhüben und Stromverhältnissen. So beträgt beispielsweise der Tidenhub an der Bretonischen Atlantikküste bis zu 12 Meter. Und den Strömungen im Norden der Britischen Inseln zollen auch erfahrene Hochseesegler allerhöchsten Respekt.

Beliebte Reviere für einen Segeltörn auf dem Atlantik

  • Britische Inseln – irische und schottische  Westküste
  • Französische Atlantikküste – Normandie, Bretagne
  • Atlantikküste  Spanien und Portugal –  Biscaya , Algarve
  • Kanarische Inseln
  • Madeira
  • Azoren
  • Kapverdische Inseln
  • Karibik – St. Lucia, Martinique, Antigua, Virgin Islands


Der DHH bietet für sportlich aktive Segler erlebnisreiche Segeltörns zum Mitsegeln auf dem Atlantik.
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