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Allgemeine Teilnahmebedingungen für Segelkurse und Törns der DHH-Yachtschulen

Allgemeiner Hinweis: Segeln setzt – wie jeder Sport – körperliche Fitness voraus. Soweit nicht anderweitig informiert, geht der DHH davon aus, dass die Teilnehmer gut schwimmen können und körperlich gesund sind. Bei Fragen sprechen Sie bitte mit der DHH-Geschäftsstelle.  Schwangere ab der 24. Schwangerschaftswoche sind, da eine medizinische Versorgung nicht gewährleistet werden kann, von Seetörns ausgeschlossen. War die Schwangerschaft bei Buchung nicht bekannt, erhält die Schwangere nach Kündigung den vollen Reisepreis erstattet.

1.     Abschluss des Vertrages

1.1   Die Anmeldung des Teilnehmers zu dem Törn oder Segelkurs des DHH gilt als verbindliches Angebot auf Abschluss des Törn- oder Segelkursvertrages (nachstehend „Veranstaltungsvertrag“). Der Veranstaltungsvertrag ist verbindlich abgeschlossen, sobald der DHH die Buchung und die wesentlichen Daten des Törns/Segelkurses schriftlich bestätigt.

1.2   Das Angebot des Teilnehmers erfolgt auf der Grundlage der Törn- oder Segelkursausschreibung sowie ergänzender, vom DHH an den Teilnehmer herausgegebener Informationen. Dazu zählen insbesondere spezielle Informationsblätter zu einzelnen Veranstaltungen, die Schulordnungen der jeweiligen DHH-Schule und die DHH-Satzung (abrufbar auf www.dhh.de). Für Bucher von Fernkursen und Kursen an DHH-Zweigstellen gelten gesonderte Bedingungen.

1.3   Voraussetzung für die Teilnahme an einem DHH -Segelkurs oder –törn ist die Mitgliedschaft des Teilnehmers im DHH. Ausnahmen bilden Wochenendschnuppersegelveranstaltungen mit bis zu 3 Tagen Dauer. Die Mitgliedschaft wird, sofern sie noch nicht besteht, mit der Anmeldung zu einer Veranstaltung beantragt. Sie kann nur bis zum 30. November zum Ende des laufenden Jahres schriftlich gekündigt werden. Andernfalls verlängert sie sich jeweils automatisch um ein Jahr. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge richtet sich nach dem Beschluss der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung und wird im DHH-Katalog sowie auf der Internetseite www.dhh.de veröffentlicht. Dort findet sich auch die Satzung des DHH (unter Service/Downloads/Allgemein)

1.4   Die Anmeldung für einen Segelkurs oder Törn erfolgt schriftlich, per Telefax oder auf elektronischem Weg (per e-Mail oder durch Buchung auf der Internetseite des DHH), in Ausnahmefällen mündlich oder per Telefon. Bei elektronischer Buchung bestätigt der DHH den Eingang der Buchung unverzüglich auf elektronischem Weg. Diese Eingangsbestätigung stellt ausdrücklich noch nicht die Annahme des Buchungsauftrages dar.

1.5   Der Veranstaltungsvertrag kommt mit Zugang der Annahmeerklärung des DHH zustande. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird der DHH dem Teilnehmer eine schriftliche Bestätigung übermitteln, der alle wesentlichen Angaben über die gebuchten Leistungen sowie der Sicherungsschein beigefügt sind. Eine Verpflichtung zur Übersendung dieser Bestätigung besteht nicht, wenn die Buchung weniger als sieben Werktage vor dem Törn- bzw. Lehrgangsantritt erfolgt.

1.6   Wenn die Annahmeerklärung des DHH inhaltlich nicht der Buchung entspricht, so gilt dies als neues Angebot auf Abschluss eines Veranstaltungsvertrages. An dieses hält sich der DHH zehn Tage lang gebunden. Nimmt der Teilnehmer das Angebot in dieser Zeit durch ausdrückliche Erklärung, Anzahlung oder Restzahlung an, so kommt der Vertrag auf der Grundlage des neuen Angebotes zustande.

1.7   Nimmt der Teilnehmer Buchungen für Mitreisende vor, so hat er für deren Verpflichtungen aus dem Veranstaltungsvertrag wie für seine eigenen einzustehen. Voraussetzung hierfür ist aber, dass er diese Verpflichtung gegenüber den Mitreisenden durch eine ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

2.     Bezahlung

2.1   Mit Erhalt der schriftlichen Buchungsbestätigung (einschließlich Sicherungsschein) ist vom Teilnehmer eine Anzahlung in Höhe von 20% des Veranstaltungspreises zu zahlen. Sie wird auf den Gesamtpreis angerechnet. Der Restbetrag ist bis spätestens 30 Tage vor Kurs- bzw. Törnbeginn zu zahlen. Bei Anmel­dung innerhalb von 30 Tagen vor Kurs- oder Törnbeginn ist der Gesamtbetrag sofort fällig. 

2.2   Nimmt der Teilnehmer die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend der vereinbarten Fälligkeiten vor, so kann der DHH nach erfolgloser Mahnung mit Fristsetzung vom Veranstaltungsvertrag zurücktreten und von dem Teilnehmer die Rücktrittskosten gemäß Ziffer 5.4 fordern.

3.     Leistungen, Preise

3.1   Der DHH behält sich eine Änderung der Törn- oder Segelkursleistungen vor, wird aber nur dann wesentliche Änderungen an den Leistungen vornehmen, wenn dies nach Vertragsabschluss notwendig wird, die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt des Törns oder Segelkurses nicht beeinträchtigen. Er wird keine Änderungen gegen Treu und Glauben herbeiführen.

Bei Segeltörns kann es wetterbedingt oder aus Sicherheitsgründen zu Routenänderungen kommen. Die endgültige Routenfestlegung obliegt dem jeweiligen DHH-Schiffsführer nach Berücksichtigung der Wünsche und Fähigkeiten der Crewmitglieder. Wesentlich ist daher nicht der ausgeschriebene Etappenplan, sondern das Segeln im vorgesehenen Segelrevier. Auch ist ein Wechsel der eingesetzten Yacht möglich, z.B. aus technischen Gründen. Der Wechsel der Yacht geschieht ggf. mit standardähnlichen Schiffen und ausreichender Kojenanzahl. Ansprüche auf (Teil-)rückerstattungen des Veranstaltungspreises werden in diesen Fällen dadurch nicht begründet.

3.2   Der DHH verpflichtet sich, den Teilnehmer über diese Änderungen und deren Gründe unverzüglich zu informieren, nachdem er Kenntnis von deren Notwendigkeit erhalten hat.

3.3   Sofern die geänderten Leistungen Mängel aufweisen, bleiben Gewährleistungsansprüche unberührt.

3.4   Sollte die Änderung erheblich sein, hat der Teilnehmer das Recht, entweder unentgeltlich vom Vertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einem mindestens gleichwertigen Törn oder Segelkurs zu verlangen. Letzteres gilt nur, wenn der DHH einem solchen Törn oder Segelkurs aus seinem Angebot heraus ohne Mehrpreis für den Teilnehmer anbieten kann und die Abhilfe auch für den DHH keinen unverhältnismäßigen Aufwand bedeutet. Der Teilnehmer muss diese Rechte jedoch unmittelbar nach der Erklärung des DHH über die Änderung oder die Absage des Törns/Segelkurses geltend machen.

3.5   Über die Belegung der Kojen entscheidet abschließend der Skipper, über die Belegung von Betten bzw. eines Raumes der Schulleiter. Die Aufnahme von Sonderwünschen des Teilnehmers, die nicht in den maßgeblichen Beschreibungen enthalten sind (etwa die Belegung bestimmter Kojen oder Betten oder die Belegung eines Raumes gemeinsam mit einem bestimmten anderen Teilnehmer), ist grundsätzlich immer unverbindlich. Der DHH wird sich jedoch bemühen, diesen zu entsprechen. Segelschulen und andere Leistungsträger dürfen solche Sonderleistungen nicht fest zusagen.

3.6   Auf Segeltörns sind die Verpflegung (auch für den Schiffsführer) sowie Nebenkosten wie Hafengebühren in der Regel nicht im Veranstaltungspreis eingeschlossen. Diese sind üblicherweise direkt an Bord zu bezahlen. Maßgeblich sind auch hier die Angaben im Katalog bzw. in Informationsblättern und in der Buchungsbestätigung.

4.     Verpflichtungen des Teilnehmers

4.1   Jeder Teilnehmer verpflichtet sich, die Schiffe, das Inventar auf und unter Deck, Schulgebäude und dessen Einrichtungsgegenstände sowie sonstige für den Törn oder Segelkurs zur Verfügung gestellte Gegenstände pfleglich zu behandeln und die Schulordnungen zu beachten. Die Schulordnungen sind auf www.dhh.de abrufbar.

4.2   Die Schulen und Schiffsführer des DHH achten auf dem Schulgelände und an Bord und soweit möglich auch darüber hinaus streng auf die Einhaltung der Jugendschutzgesetze, insbesondere in Bezug auf Alkohol- und Drogenkonsum. Auf allen Schiffen und in allen Schulen besteht Rauchverbot. Zu den Folgen eines Verstoßes siehe auch Ziffer 9.

4.3   Der Teilnehmer ist verpflichtet, den während des Törns oder Segelkurses durch sein Verschulden entstandenen Schaden zu ersetzen.

5.     Rücktritt durch den Teilnehmer vor Törn- oder Segelkursbeginn/Stornokosten

5.1   Vor Veranstaltungsbeginn ist der Rücktritt von der Veranstaltung jederzeit möglich. Die Adresse lautet: Deutscher Hochseesportverband HANSA e.V., Rothenbaumchaussee 58, 20148 Hamburg. Es wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.

5.2   Wenn der Teilnehmer vor Törn- oder Segelkursbeginn zurücktritt oder den Törn oder Segelkurs nicht antritt, so verliert der DHH den Anspruch auf den Törn- oder Segelkurspreis. Der DHH wird aber stattdessen eine angemessene Entschädigung für die von ihm bereits getroffenen Vorkehrungen und getätigten Aufwendungen verlangen. Dieses Recht auf eine angemessene Entschädigung entsteht nur nicht, wenn der Grund für den Rücktritt vom DHH zu vertreten ist oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt.

5.3   Rücktrittsgebühren entstehen auch dann, wenn ein Teilnehmer sich nicht rechtzeitig zu den in den übersandten Dokumenten bekannt gegebenen Zeiten am jeweiligen Ausgangshafen oder sonstigen Treffpunkt einfindet oder wenn er den Törn oder Segelkurs nicht antreten kann, weil ihm persönliche oder Reisedokumente (Visa, Reisepass, Personalausweis) fehlen, ohne dass der DHH dies zu vertreten hätte.

5.4   Die angemessene Entschädigung wird berechnet nach dem zeitlichen Abstand zwischen dem Rücktrittszeitpunkt und dem vereinbarten Törn- oder Segelkursbeginn und nach dem Törn- oder Segelkurspreis. Auf diese Weise wird eine pauschale Summe ermittelt, die die gewöhnlich ersparten Aufwendungen und die mögliche anderweitige Vergabe von Leistungen berücksichtigt.
Die Pauschale beträgt pro Person in € bzw. in % vom Veranstaltungspreis bei Rücktritt …

...bis 90 Tage vor Beginn

5%, mindestens jedoch 30,-€

...89 bis 45 Tage vor Beginn 

20%

...44 bis 30 Tage vor Beginn

40%

...ab 29 Tage vor Beginn

80% 

bei Nichterscheinen oder Abbruch

95%

5.5   Dem Teilnehmer bleibt der Nachweis unbenommen, dass dem DHH durch den Rücktritt oder den Nichtantritt des Törns oder Segelkurs keine oder nur wesentlich niedrigere Kosten entstanden sind als die gemäß Ziffer 5.4 berechnete Pauschale.

5.6   Kann der DHH darlegen, dass ihm aufgrund des Rücktrittes oder des Nichtantritts des Törns oder Segelkurses durch den Teilnehmer Kosten und Aufwendungen entstanden sind, die die gemäß Ziffer 5.4 berechnete Pauschale übersteigen, so kann er diese von dem Teilnehmer einfordern. Dies gilt nur, wenn der DHH diese höheren Kosten unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer möglichen anderweitigen Vergabe der Leistungen konkret beziffern und belegen kann.

5.7   Das gesetzliche Recht des Teilnehmers auf Benennung eines Ersatzteilnehmers gemäß § 651b BGB bleibt unberührt. Der DHH weist darauf hin, dass er dem Wechsel in der Person widersprechen darf, wenn der Ersatzteilnehmer den Teilnahmeerfordernissen nicht genügt oder gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Der DHH ist berechtigt, für die entstehenden Mehrkosten bei der Benennung eines Ersatzteilnehmers pauschal EUR 30,00 zu verlangen. Dem Teilnehmer bleibt der Nachweis unbenommen, dass Mehrkosten nicht oder nur in geringerer Höhe entstanden sind.

6.     Umbuchungen

6.1   Der Teilnehmer hat nach Vertragsabschluss grundsätzlich keinen Anspruch auf Änderungen der vereinbarten Leistungen (Termin, Ziel, etc., auch der Wechsel des Segelkurses oder des Törns). Auf Wunsch des Teilnehmers wird der DHH im Rahmen verfügbarer Kapazitäten versuchen, Umbuchungen zu ermöglichen. Für vorgenommene Umbuchungen wird ein Entgelt von EUR 30,00 pro Person erhoben zzgl. etwaiger Aufpreise für höherwertige Veranstaltungen.

6.2   Umbuchungswünsche des Teilnehmers, die später als 31 Tage vor Törn- oder Segelkursantritt erfolgen, können nur als Rücktritt vom alten Veranstaltungsvertrag zu den Bedingungen gemäß Ziffer 5 und gleichzeitiger Neuanmeldung vorgenommen werden. Dies gilt nicht, wenn die Umbuchung nur geringfügige Kosten verursacht.

7.     Nicht in Anspruch genommene Leistung

7.1   Für den Fall, dass ein Teilnehmer einzelne vereinbarte Leistungen aus Gründen, die ihm zuzurechnen sind, nicht wahrnimmt, obwohl ihm diese ordnungsgemäß angeboten wurden, kommt eine anteilige Erstattung des Veranstaltungspreises in der Regel nicht in Betracht. Dies betrifft sowohl die Fälle vorzeitiger Rückreise als auch andere zwingende Gründe. Hierzu besteht keine Verpflichtung, wenn es sich um völlig unerhebliche Leistungen handelt oder wenn die Erstattung wegen gesetzlicher oder behördlicher Bestimmungen nicht möglich ist.

8.     Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen

8.1   Stört der Teilnehmer den Verlauf des Törns oder Segelkurses – dies gilt insbesondere für alkohol- und rauschbedingte Störungen – oder verhält er sich in so erheblichem Maße vertragswidrig, z.B. durch eklatante Missachtung der Schulordnung, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt erscheint, so kann der DHH den Veranstaltungsvertrag nach einmaliger Abmahnung fristlos kündigen, in besonders schweren Fällen –wie etwa bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, bei anderen Straftatbeständen oder Ordnungswidrigkeiten- auch sofort ohne vorherige Abmahnung. Der DHH behält in diesem Fall den Anspruch auf den vereinbarten Preis. Er muss sich jedoch die ersparten Aufwendungen anrechnen lassen, ebenso wie etwaige Vorteile aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen.

8.2   Eventuelle Mehrkosten für eine vorzeitige Rückbeförderung nach Kündigung des Veranstaltungsvertrages durch den DHH gemäß Ziffer 9.1 trägt der Teilnehmer selbst. Handelt es sich bei dem Teilnehmer um eine minderjährige Person, haften die Erziehungsberechtigten dem DHH auch für alle Mehraufwendungen, die durch eine evtl. notwendige Begleitung einer Aufsichtsperson bei der Rückbeförderung notwendig werden. Sofern mit den Erziehungsberechtigten nichts anderes vereinbart wird, sorgt der DHH bei minderjährigen Teilnehmern in diesen Fällen für die Rückführung per Bahn auf Kosten der Erziehungsberechtigten.

9.     Mitwirkungspflichten des Teilnehmers

9.1   Werden Leistungen nicht vertragsgerecht erbracht, kann der Teilnehmer Abhilfe verlangen. Hierfür muss er dem DHH einen aufgetretenen Mangel unverzüglich anzeigen, es sei denn, dies ist erkennbar aussichtslos oder unzumutbar. Die Mängelanzeige muss gegenüber dem Schulleiter oder, bei Törns, dem Schiffsführer vor Ort erfolgen. Sollte eine Mängelanzeige an der Segelschule oder auf dem Segeltörn nicht möglich sein, so ist der DHH an seinem Hamburger Sitz darüber zu informieren. Die Personen, gegenüber denen die Mängelanzeige nach Ziffer 9.1 erfolgen soll, sind beauftragt, dem Mangel nach Möglichkeit abzuhelfen. Ihr Tun kommt in keinem Fall einem Anerkenntnis der Ansprüche des Teilnehmers gleich.

9.2   Wenn der Teilnehmer die Anzeige des Mangels schuldhaft versäumt, kann er eine Minderung des Törn- bzw. Segelkurspreises nicht geltend machen.

9.3   Der Teilnehmer kann den Veranstaltungsvertrag gemäß § 651c BGB kündigen, wenn der Törn bzw. Segelkurs nicht die zugesicherten wesentlichen Eigenschaften hat oder mit erheblichen Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach dem Vertrag vorausgesetzten Nutzen aufheben oder deutlich mindern. Er kann ferner gemäß § 651e BGB wegen Unzumutbarkeit kündigen. In beiden Fällen muss er dem DHH vorher eine angemessene Frist setzen, innerhalb der der DHH den Ursachen abhelfen kann. Eine Fristsetzung ist verzichtbar, wenn Abhilfe nicht möglich ist, vom DHH abgelehnt wird oder wenn der Teilnehmer ein besonderes Interesse an der Beendigung des Vertrages hat, welches dem DHH auch erkennbar ist. Der DHH empfiehlt, die Kündigung schriftlich zu erklären.

10.     Beschränkung der Haftung

10.1   Die vertragliche Haftung des DHH für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Veranstaltungspreis beschränkt,
a) soweit ein Schaden des Teilnehmers weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder
b) soweit der DHH für einen dem Teilnehmer entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

10.2  Die deliktische Haftung des DHH für Sachschäden, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Diese Haftungshöchstsumme gilt jeweils je Teilnehmer und Veranstaltung. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von der Beschränkung unberührt.

10.3  Der DHH haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Ausflüge, Sportveranstaltungen, Beförderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort), wenn diese Leistungen in der Ausschreibung und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Teilnehmer erkennbar nicht Bestandteil der Veranstaltungsleistungen des DHH sind.
Der DHH haftet jedoch
a) für Leistungen, welche die Beförderung des Teilnehmer vom ausgeschriebenen Ausgangsort des Törns zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbeförderungen während des Törns und die Unterbringung während der Veranstaltung beinhalten,
b) wenn und insoweit für einen Schaden des Teilnehmers die Verletzung von Hinweis-, Aufklärungs- oder Organisationspflichten des DHH ursächlich geworden ist.

11.     Ausschluss von Ansprüchen

11.1   Ansprüche, die auf einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Veranstaltung durch den DHH beruhen, muss der Teilnehmer einen Monat nach dem vertraglich vereinbarten Veranstaltungsende anmelden. Die Anmeldung ist nur dann fristwahrend, wenn sie an den DHH unter dessen Anschrift gerichtet wird (Deutscher Hochseesportverband HANSA    e. V., Geschäftsstelle, Rothenbaumchaussee 58, 20148 Hamburg). Der DHH empfiehlt die schriftliche Anmeldung der Ansprüche.

11.2.  Die Anmeldefrist beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Veranstaltungsendes folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonnabend, Sonntag oder einen am Erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, so tritt an Stelle dieses Tages der nächste Werktag.

11.3   Hat der Teilnehmer die Frist versäumt, so kann er nach deren Ablauf nur Ansprüche gegen den DDH geltend machen, wenn das Versäumnis nicht von ihm verschuldet wurde.

12.     Reiseversicherungen

Der DHH empfiehlt allen Teilnehmern den Abschluss einer Reisekompaktschutzversicherung, ersatzweise einer Reise-Krankenversicherung und einer Reise-Unfallversicherung.

13.     Verjährung

13.1   Die Verjährung für Ansprüche des Teilnehmers gemäß den §§ 651c bis f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des DHH oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen, beträgt zwei Jahre. Gleichermaßen verjähren Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des DHH, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

13.2   Für alle übrigen Ansprüche gemäß den §§ 651c bis 651f BGB beträgt die Verjährungsfrist ein Jahr.

13.3   Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Veranstaltungsendes folgt. Fällt der letzte Tag der Frist auf einen Sonnabend, Sonntag oder einen am Erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, so tritt an Stelle dieses Tages der nächste Werktag.

13.4   Verhandlungen über Ansprüche oder die Umstände, aus denen eine Partei Ansprüche herleitet, hemmen die Verjährung nach den Ziffern 13.1 und 13.2. Die Hemmung endet, wenn eine Partei die Fortsetzung der Verhandlung verweigert. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

14.     Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsbestimmungen

14.1   Der DHH verpflichtet sich, Teilnehmern aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union, in dem der Törn oder der Segelkurs angeboten wird, über die einschlägigen Pass-, Visa- und Gesundheitsbestimmungen sowie eventuelle Änderungen vor Reiseantritt –soweit notwendig- zu informieren. Angehörige anderer Staaten erhalten über das zuständige Konsulat Auskunft. Besonderheiten in der Staatsangehörigkeit von Teilnehmern (Doppelstaatsangehörigkeit, Staatenlosigkeit) erfordern besondere Sorgfalt bei der Vorbereitung. In den Törn- bzw. Segelkursunterlagen sind ggf. wesentliche Informationen über die für den jeweiligen Törn bzw. Segelkurs notwendigen Informationen enthalten. Diese sollte der Teilnehmer unbedingt beachten.

14.2   Das Beschaffen und Mitführen der entsprechenden, behördlich verlangten Dokumente, eventuell notwendige Impfungen und die Beachtung von Zoll- und Devisenvorschriften obliegt dem Teilnehmer. Dies betrifft auch die Notwendigkeit, einen ausreichend lange gültigen Reisepass oder Personalausweis sowie gegebenenfalls einen Kinderausweis mitzuführen. Nachteile, die aus Missachtung der Vorschriften resultieren, gehen zu Lasten des Teilnehmers, es sei denn, der DHH hat ihn falsch, unzureichend oder nicht informiert.

14.3   Der DHH haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Erhalt notwendiger Visa durch diplomatische Vertretungen, wenn der Teilnehmer ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, er hat eigene Pflichten schuldhaft verletzt.

15.     Gerichtsstand

15.1   Gerichtsstand für Klagen des Teilnehmers gegen den DHH ist Hamburg.

15.2   Die Pflicht jedes Teilnehmers, als DHH-Mitglied vor Erhebung einer Klage den Ältestenrat gemäß § 14 (1) der Satzung des DHH anzurufen, bleibt unberührt.

Veranstalter:
Deutscher Hochseesportverband HANSA e.V., Rothenbaumchaussee 58, D- 20148 Hamburg
(Pf. 130268, D-20102 Hamburg) , E-Mail:  dhh(at)dhh.de, Tel.: +49 (0)40 44 11 42 50, Fax: +49 (0) 40 44 45 34, Internet: www.dhh.de

(Stand Oktober 2015)

Wichtiger Hinweis:
Für jeden, der durch seine Anmeldung zu einer segelsportlichen Veranstaltung des DHH Mitglied wird, ist die Mitgliedschaft im Kalenderjahr der erstmaligen Teilnahme beitragsreduziert. Eine wiederholte Inanspruchnahme der Beitragsreduzierung

Für Kurse an den DHH-Zweigstellen gelten gesonderte Bedingungen. Diese finden Sie hier.

Hinweis

Die EU-Kommission bietet die Möglichkeit zur Online-Streitbeilegung auf einer von ihr betriebenen Online-Plattform. Diese Plattform ist über den externen Link http://ec.europa.eu/consumers/odr/ zu erreichen.